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Interview mit Ricardo Schumann (30.09.2013)

 

Jojohan:
Hallo und Glückwunsch zum ersten Saisonsieg der laufenden Saison. Was ist dir als erstes durch den Kopf geschossen nach dem Schlusspfiff?
Schumi:
Die ersten Gedanken waren: Erleichterung wir haben den ersten Sieg eingefahren auch wenn er etwas dreckig war
und dann Freude pur.
Jojohan:
Schön zu hören. Es war dein vorerst letzter Auftritt als Co.Trainer des LSV Bergen. Ab nächster Woche gehst du deinen Aufgaben in Köln wieder nach. Ist das ein Abschied für immer???
Schumi:
Für immer kann man nicht sagen, wer weiß schon was die Zukunft bringt. Ich schreibe jetzt erstmal meine Abschlussarbeit und dann
bewerbe mich für einen Beruf, das Lotterleben muss ein Ende haben.
Jojohan:
Was sind die Gründe für den eher mäßigen Saisonstart? Die Ultras drohten mit Hausbesuchen der Spieler und beschmierten sogar dein Dienstwagen
Wie sieht es da mit den Ermittlungen der Polizei aus???
Schumi:
Was unsere Ultras mit meinem Wagen gemacht haben ist nicht schön, man kann seinen Unmut freien Lauf lassen mit Gesprächen, aber wenn Menschen bzw. Sachen beschädigt werden ist das nicht fein. Aber als ehemaliger ULTRA ("Traktoristi") bin ich in den Dialog gegangen, so das die jetztigen Ultras mir den Wagen waschen.
Die Ermittlungen wurden fallen gelassen, da ich die Anzeige zurück genommen habe. Zum ersten Teil der Frage: Wir hatten kaum Zeit in der Vorbereitung, weil die letzte Saison so lange lief. Der neue Trainer stellte
das Spielsystem um und das braucht immer Zeit.
Des Weiteren kamen viele neue Spieler und die müssen auch erst mal in die Mannschaft integriert werden. Wir haben in den Spielen gezeigt ( bis auf Zeissig) dass wir eine gute Truppe haben und jetzt haben wir endlich den ersten Dreier eingefahren.
Jojohan:  
Niels:
Die Stimmung ist großartig. Die lange Pause tat jedem gut, die Akkus sind wieder aufgeladen und jeder will endlich wieder um Punkte spielen. Natürlich bedauern wir die Abgänge. Tom war aufgrund seiner Tätigkeit in Berlin nur noch selten da und so war der Wechsel zum FCL wo sein Vater Guido spielt eine logische Folge. Trotzdem war die letzte Saison mit ihm fantastisch. Ein klasse Keeper. Zu "Wussi" kann ich nicht viel sagen, er war zuletzt unzufrieden mit seinen Einsatzzeiten. Er arbeitete auch auf Montage und war dadurch weniger am Trainingsgelände zu sehen. So wechselte er zurück zur alten Wirkungsstätte ans Jahnstadion, letzte Woche erzielte er sogar einen Hattrick (vs. Knappensee). Ich musste die Teletextseite dreimal neu eingeben, weil ich es nicht fassen konnte. (lacht)
Justyna:
Mit den beiden Abgängen wurde euer Kader noch mal dünner. Keine Angst das am Ende die Spieler ausgehen?
Niels:
Ja unser Kader ist glaube der kleinste der Liga. Verletzungen sind absolut tabu. Jeder Ausfall hätte gravierende Einschnitte. Mit viel Training können wir Verletzungen vorbeugen. Das hab ich mal in einem Sportwissenschaftsbericht auf N24 gesehen.
Justyna:
Interessant. Was machst du noch so in der Freizeit außer N24 schauen und für den LSV Bergen Zweikämpfe zu gewinnen?
Niels:
Ich bin natürlich gern unter Freunden und werkle mit großer Leidenschaft zusammen mit meiner Freundin an unserem Haus. Mir liegt einfach handwerkliche Arbeit. Das ist noch eine Sache die ich neben dem Fußball sehr gut beherrsche.
Justyna:
Wielange kannst du dir noch vorstellen in Bergen zu spielen?
Niels:
Eine Weile. Wenn ich etwas anfange, dann bringe ich das auch zu Ende. Das ist meine Mentalität.
Justyna:
Wie bringt man im Fußball etwas zu Ende? Und wann?
Niels:
Gute Frage!...(überlegt lang)
Justyna:
Gut lassen wir das. Nun noch eine kleine Prognose von dir. Wer steigt am Saisonende auf??
Niels:
Den Aufstieg wünsche ich natürlich Bischofswerda. Das hatte ich ja schon vor der Saison gesagt.
Justyna: Zum Abschluss noch eine Frage. Wer ist für dich der beste Spieler der Kreisoberliga?
Niels:
Da darf man einen Namen unter den vielen guten Spielern nicht vergessen. Robert Moritz. Er macht auch neben dem Platz eine gute Figur. Menschlich gesehen.
Justyna:
Ok. Ich bedanke mich für das kurze Gespräch und wünsche alles Gute für die bevorstehenden Aufgaben.
Niels: Ich hab zu danken. Es war mir eine Freude. Bis demnächst.